Endlich ist es wieder soweit: Der Mai und damit auch die Eishockey-Weltmeisterschaft steht auf dem Kalender. Nach Stockholm und Minsk bin ich nun auch in Prag mit dabei. 19 Tage intensiven Hockeygenuss verbunden mit dem Produzieren von zahlreichen Texten für unterschiedliche Medien.

Bei solchen Aufträgen ist für mich klar: Auch Sightseeing gehört dazu. Deshalb reise ich jeweils zwei Tage vor dem ersten Puckeinwurf an und besuche die Stadt und deren Wahrzeichen. Im Falle von Prag heisst das: Der Wenzelsplatz und die Karlsbrücke. Ein Muss für die Touristen, welche die goldene Stadt besuchen. Mit hungrigem Magen habe ich mich auf den Weg gemacht und wie es der Zufall wollte – ja es war tatsächlich ein Zufall – war ich auf einem gut besuchten Platz an einen Mc Donalds geraten. Nach einem kleinen Lunch machten wir noch ein paar Fotos von den örtlichen Skulpturen und dann ging es los.

Nach drei Stunden erste Erfolge
Je länger dann die Suche dauerte, desto froher war ich, etwas gegessen zu haben. Denn ich und meine Freundin, die notabene schon einmal vor Jahren in Prag war, waren hilflos ausgeliefert und fanden weder das eine, noch das andere Wahrzeichen während mehreren Stunden.1_RYL4664

So ist mir das bisher noch gar nie passiert. Und ich weiss nicht, ob ich hier der für mich sehr unbekannten Sprache oder einfach meinem Unvermögen die Schuld geben soll. Erst nach etwa drei Stunden Suche haben wir dann endlich die Karlsbrücke gefunden. Die historische Brücke, welche die Altstadt mit einem zweiten Stadtteil Prags verbindet, war sehr schön anzuschauen, mit barocken Skulpturen und einem altehrwürdigen Brückenturm geschmückt.

Na aber hallo!
Und zugleich war ich nicht zufrieden: Der Wenzelsplatz, war weiterhin auf meiner To-Do-Liste. Als wir die Suche schon fast aufgegeben hatten, brachte uns ein Kebap-Verkäufer auf eine heisse Spur. Mit einem Tram folgten wir dieser und stiegen wie uns geheissen wurde nach vier Stationen aus. „Na aber hallo“, schoss es mir nach unserem Ankommen durch den Kopf. „Hier waren wir doch schon mal…“, sagte meine Freundin und vergewisserte sich bei einem Polizisten, ob wir denn wirklich richtig sind. Ein Schmunzeln konnten wir uns dann nicht verkneifen, als dieser Ja sagte. Der Wenzelsplatz war nämlich jener Ort, der uns schon zu Beginn unserer Reise nach dem Mittagslunch faszinierte.

1_RYL4586Kaum zu glauben aber wahr: Im Hotel stellte sich dann heraus, dass das erste Bild auf meiner Kamera, inmitten auf dem Wenzelsplatz gemacht wurde. Und auf der Aufnahme Nummer 25 – geschossen nach etwa 30 Minuten Suche – war doch tatsächlich, klein und im Hintergrund, die Karlsbrücke zu sehen…

 

Erschienen im Unter-Emmentaler!

Eine Spielvorschau inklusive Interview mit Tristan Scherwey ist hier zu finden. Überzählig sein werden Helbling, Scherwey und Manzato. Weitere Details hier.

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